Am besten eine kleine Probe:
Lektion 1: Die Mitglieder der Koblenzer „Schlaraffia“ bilden insgesamt das „Reych“ Confluentia.
Lektion 2: Die Mitglieder selbst sind die „Sassen“ dieses Reyches.
Lektion 3: Die Zusammenkünfte der Sassen zu schlaraffischem Tun an den regelmäßigen Versammlungstagen nennt man „Sippungen“, das entsprechende Tätigkeitswort ist „sippen“.
Und nun, nach diesen einführenden Belehrungen, eine...
erweiternde Verständnisübung:
„Glock 7.30 des Abends reytten die Sassen des Reyches und auch etliche Gastrecken zur Sippung in der Burg ein. Schon vorher hat die „Styxin“ (Bedienung) für „Atzung“ und „Labung“ (was könnte das wohl sein?) gesorgt. Nach dem Erklingen des „Abendliedes“, begleitet vom „Zinkenmeister“am „Clavicimbel“ (Klavier) freuen sich alle auf die „Fexungen“ (selbstverfasste Beiträge beliebiger Art) der eigenen und der Gastrecken. Schade, wenn „Ohos Tücke“ (ein Missgeschick) Freunde dazu zwingt, infolge „Bresthaftigkeit“ das „Lotterbett“ zu hüten (was wohl damit gemeint ist?). Diese Sassen laufen aber immerhin nicht Gefahr, ins „Burgverlies“ gesperrt zu werden; das wäre wohl die schärfste „Pön“ (?) für ein Missverhalten, die der „Fungierende“ (Vorsitzende) außer „Mammon“-Strafen verhängen kann, damit die Fröhlichkeit nicht überbordet...“
Neugierig? Es gibt noch viel, viel mehr zu lernen. Sie werden aber erkannt haben, dass Schlaraffenlatein sicher erlernbar ist – nur erfordert diese Sprache viel anschauliches Üben in den Sippungen, die viel Spass machen können. Übrigens gehört zum Lernstoff auch die schlaraffische Zeitrechnung: so ist, für heute die
vorläufig letzte Lektion: ... der 1. Oktober 2006 in schlaraffischer Zeit der Erste im Lethemond a.U. 147. („a. U. = anno UHUi = im Jahre des UHU).
Am Ende steht, wie gesagt, eine fröhliche universelle Form für jede Art und jeden Inhalt von Beiträgen, mit denen sich Freunde in Schlaraffia gegenseitig erfreuen und bereichern können.